Mutti #6 ist 26 Jahre alt und hat mit Abstand den längsten Bericht.

Überrascht darüber, dass es so schnell geklappt hat, testete sie in der 10. Woche zu Hause positiv. Der Frauenarzt bestätigte dies in der Woche darauf. Ihr Mann hat sich sehr gefreut und es erst garnicht glauben können, sodass er beim Ultraschall den Tränen nahe war. In den darauffolgenden Wochen wurde die Familie eingeweiht.

Die Schwangerschaft verlief unkompliziert. Es sei eine schöne Schwangerschaft gewesen und sie habe ihr Baby stets gern mit sich herum getragen und es so in Sicherheit gewusst. Gegen Ende der Schwangerschaft machte das Dehnen der Mutterbänder ihr zu schaffen. Ebenso die Senkwehen.

Der errechnete Entbindungstermin war der 14.03.2016. Am 03.03.2016 fingen bereits Wehen an, die um 21:15 Uhr zum Blasensprung führten. Zusammen mit ihrem Mann fuhr Mutti #6 ins Krankenhaus und brachte 6 Stunden später ihre Tochter mit 50 cm und 2.820 g zur Welt. Dabei wurde ein Dammschnitt vorgenommen. „Egal, Hauptsache das Baby kommt heraus“.

Mit der Zeit ihr ist aufgefallen, dass die Augen der Kleinen weit nach unten gehen, sie den Blick nach unten richtet (Sonnenuntergangsphänomen). Da sie davon noch nie etwas gehört hatte, ahnte sie nicht, dass etwas ernsteres dahinter steckt. „Ist bestimmt ein Schub. Bestimmt lernt sie gerade, mit den Augen umzugehen“. Dem Kinderarzt und der Hebamme ist bis dato auch nichts ungewöhnliches aufgefallen. Es kam der Tag, an dem die Kleine blau anlief und starr wurde. Sofort wurde das Krankenhaus aufgesucht, wo festgestellt wurde, dass es sich um Hydrocephalus, den sogenannten Wasserkopf, handelt und dies baldmöglichst behandelt / operiert werden müsste, da schon ein enormer Hirndruck bestand. Wieso, war noch unklar. Drei Tage wurde dem MRT entgegengezittert. Glücklicherweise wurde nichts weiter gefunden. Am Tag darauf fand dann auch schon die Operation statt. Dabei wurde ihr ein Vp Shunt gelegt. Nun konnte das überschüssige Wasser in ihren Bauchraum fließen, wo es dann resorbiert. Hinter ihrem Ohr befindet sich ein Ventil, an dem reguliert werden kann, wie viel durchfließen soll. Es stehen seitdem regelmäßige Kontrollen an und zwischen dem 4. und 8. Lebensjahr folgt eine weitere Operation, in der dann der Schlauch im Bauchraum verlängert wird. „Bis dahin und auch danach hoffen wir, dass keine Infektionen auftreten oder der Shunt verstopft oder oder oder… Tägliche Unsicherheit und Angst ist mein Begleiter. Aber es wird besser. Man lernt damit umzugehen. Leider wissen wir nicht, ob das Gehirn durch den Druck einen Schaden abbekommen hat, aber sie ist aktuell auf dem richtigen Entwicklungsstand und das freut uns sehr.“

Mutti #6  legt seit der Geburt ihrer Tochter viel weniger Wert auf persönliche Interessen. Ihr Baby steht an erster Stelle. Selbst wenn sie einen besseren Draht zu ihrer Familie hätte, würde sie ihre Tochter nicht abgeben wollen.

Es ist ungewiss, ob noch ein weiteres Kind folgen soll. Aufgrund der gesundheitlichen Vorgeschichte ihrer Tochter wohl eher nicht.

Mutti #6 hat über die Schwangerschaft 23 Kilo zugenommen und ihr Ausgangsgewicht noch nicht wieder erreicht, da ihr einfach die Motivation fehlt.

Anm. d. R.: Hut ab, Mutti #6. Du machst das toll!

Danke 😘

 

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