Ich hatte mir eigentlich vorgenommen, niemals viel Aufmerksamkeit auf mich zu ziehen. Aber Mutter zu sein ist so unfassbar schön und erfüllt einen mit so viel Stolz, dass ich platzen müsste, wenn ich meine Gedanken und Gefühle für mich behalten sollte. Daher liegt mir auch so viel an diesem Blog. Das Thema „Geburt“ und „Baby“ ist so umfangreich und es hat mir persönlich viel geholfen, dass ich meine Mädels aus dem Vorbereitungskurs und aus meiner Babyclub App hatte, mit denen ich jederzeit schreiben konnte, wenn ich eine Frage hatte oder es mir nicht gut ging.

Hier nun der letzte Beitrag How To Baby – mein ganz persönlicher:

Am 23.07.2015 habe ich einige Schwangerschaftstest zu Hause gemacht, da ich 4 Tage überfällig war. Alle waren positiv. Am darauffolgenden Tag wurde dies offiziell beim Frauenarzt bestätigt. „Oh!“ So ähnlich war unsere Reaktion. Etwas schneller, als erwartet, sollten wir also Eltern werden. Sofort haben wir unsere engste Familie eingeweiht. Alle haben sich riesig gefreut.

Die Schwangerschaft verlief komplikationslos. Ab der 35./36. Schwangerschaftswoche wurde es aber allmählich anstrengend. Und es wurde schmerzhaft: Um die 37. Woche bestand der Verdacht auf HELLP (Leberschädigung mit schwerer Schädigung für Mutter und Kind). Glücklicherweise war es aber nur Nico, der mit seinen Füßen meinen rechten Rippenbogen malträtierte und sich das Rippenfell entzündet hatte.

– Was lange währt, wird endlich gut –

Nachdem der Kleine seinen eigentlichen Geburtstermin, den 29.03.2016, verpasst hat und die Fruchtwassermenge sich dem Ende zu neigte, sind wir am Donnerstagmorgen, den 31.03.2016, erneut zur Kontrolle ins Krankenhaus gefahren, woraufhin ich gleich da bleiben musste. Die Geburt sollte nun eingeleitet werden. So erhielt ich direkt den sogenannten Wehencocktail. Ich bezog im Anschluss mein Zimmer auf Station. Zum Glück erhielt ich ein Einzelzimmer, allerdings unter der Prämisse es zu räumen, sofern eine privatversicherte Person eincheckt. Wird schon gut gehen, dachte ich mir. Bereits am Abend habe ich die ersten Wehen (ohne Wirkung) verspürt, die zur Nacht hin immer heftiger wurden, sodass ich an einen Schmerzmitteltropf gehangen wurde, um meine Kräfte für die eigentliche Geburt zu schonen, und die Nacht schlaflos im Kreißsaal verbrachte.

Am nächsten Morgen war alles wieder beim Alten: Baby im Bauch, keine Anzeichen für eine Geburt, trotzdem Wehen. Nun wurde der Geburt anders entgegen gesteuert. Es wurde ein Gel vor den Muttermund gespritzt, welches diesen erweichen sollte. Wieder setzten heftige Wehen zum Abend ein, sodass ich erneut nicht in meinem Einzelzimmer, sondern diesmal in dem CTG-Raum an einem Schmerzmitteltropf verbrachte, ohne Schlaf.

Neuer Tag, neues Glück? Auch an diesem Morgen waren alle Anzeichen einer Geburt wieder verschwunden. Ich fing an mir Sorgen zu machen, ob das alles so richtig ist. Es war nämlich bereits am Vorabend so, dass Nico’s Herztöne unter den Wehen total absackten. Wie sollte es dann unter der richtigen Geburt laufen? Ich habe meine Sorgen dem Arzt mitgeteilt und vorgeschlagen bzw. angeboten, den Kleinen per Kaiserschnitt zu holen. Der Arzt hielt dies aber nicht für notwendig. Meine Nerven waren zu diesem Zeitpunkt am Ende. Dies war nun bereits der dritte Tag im Krankenhaus. Ich habe bereits stundenlang sehr schmerzhafte Wehen gehabt, schwangere Frauen stundenspäter mit ihren Babys gesehen und bei mir tat sich einfach nichts. Es wurde erneut ein Gel gelegt. Diesmal ein etwas „aggressiveres“, welches aber auch nach Stunden keine geburtsfördernden Wirkung zeigte. Zu allem Überfluss musste ich mittags nun auch noch mein Einzelzimmer räumen und kam in ein Zweibettzimmer mit einer Frau und ihrem Neugeborenen. Alles egal… Mittags wurden die Wehen schlimmer. Diesmal eigene Wehen! Viele, viele schmerzhafte Wehen in kurzen Abständen. Ich sollte nun ordentlich spazieren gehen. Schnell habe ich festgestellt, dass ich nicht weit komme und bin wieder zurück zum Kreißsaal.

Die nächste Untersuchung gegen Abend zeigte dann ENDLICH eine Veränderung am Muttermund. Robert hatte sich inzwischen schon seine Sachen von zu Hause geholt. Das Familienzimmer darf nämlich nur mit Baby bezogen werden. Aber da dies sich ja nun auf den Weg gemacht hat, wurde uns eins geblockt. Als persönliches Ziel hatte ich mir gesetzt, den kleinen noch vor Mitternacht zur Welt zu bringen, sodass er am 02.04.2016 (4²=16) Geburtstag hat. Daraus wurde leider nichts. Zu diesem Zeitpunkt war der Muttermund erst bei 4 cm. Aber immerhin platzte die Fruchtblase. Ab ca. 4 Uhr hatte ich bereits heftige Presswehen. Diese zu unterdrücken waren furchtbar. Da half auch die PDA nichts mehr. Ich quälte mich die nächsten Stunden mit 8 cm Muttermund herum. Robert und ich waren inzwischen fix und fertig. Um 6:30 Uhr war Schichtwechsel und meine 3. Hebamme stellte sich vor. Diese war vom alten Schlag und hatte keine Hemmungen, das letzte Stück Muttermund umzuklappen und mir das Kommando zum Pressen zu geben.

Am 03.04.2016 um 8:04 Uhr kam unser kleiner Schatz Nico mit einer Länge von 50 cm, einem Gewicht von 3.308 g und einem Kopfumfang von 37,5 cm zur Welt! Und es ist wirklich so, wie alle sagen: Sofort sind all die Strapazen, vergessen!

Wie es schon andere Muttis von sich beschrieben haben, bin ich auf eine Art und Weise entspannter geworden. Außerdem bin ich froh, dass ich die zugenommenen 15 Kilo wieder los bin und ich noch weiter abnehmen kann. Bevor das nächste Baby kommt, möchte ich wenigstens nächstes Jahr noch schlankerweise im weißen Kleid vor dem Altar stehen.

Danke fürs Lesen. Diese Aktion hat mir sehr viel Freude bereitet.

Vorschläge, Anmerkungen etc. für etwas anderes?

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s