Wenn man sich dafür entscheidet schwanger zu werden, nimmt man viele Veränderungen bewusst in Kauf: Veränderungen, die den normalen Alltag und den eigenen Körper betreffen. Da der weibliche Körper eine super Maschine ist, bereitet er sich bereits während der Schwangerschaft auf die gemeinsame Zeit mit dem Baby vor, indem er freundlicherweise Fettreserven anlegt. Aber was ist, wenn es einfach zu viele sind und man sie nicht mehr haben möchte?!

Beim Verfassen dieses Artikels merke ich schon jetzt, dass dies ein Streitthema sein könnte, daher nehme ich vorab schon etwas negative Energien heraus: Natürlich gibt es viele Frauen, die in kürzester Zeit wieder eine Strandfigur haben und sehr stolz darauf sind. Können sie auch, ohne Zweifel. Dennoch spreche ich vermutlich für die etwa verbleibenden 80 % der Frauen, die eben nicht sofort wieder ihre Werkseinstellung zurück haben.

Die Schwangerschaft hat nach ihren 9 vergangenen Monaten einige Spuren hinterlassen. Arbeiten wir uns von oben bis unten durch: Der übliche Haarausfall macht aus der wunderschönen, glänzenden Haarpracht ein dünnes Haargestrüpp, welches das Abflussrohr so manches Mal an seine Grenzen bringt. Auch die Haut hat gelitten, indem sie immer wieder mal von unnötigen Pickeln heimgesucht wurde. Der Busen ist zwar recht üppig durch den Milcheinschuss, ist aber dadurch von Dehnungsstreifen übersät. Gleiches trifft für den Bauch zu. Dort ähneln die Dehnungsstreifen den lodernden Flammen des Schicksalsbergs (für die, die „Herr der Ringe“ nicht kennen: es sieht halt einfach doof aus). Der Po bzw. allgemein das Becken hat durch den Vorgang der Geburtsvorbereitung noch immer mehr Umfang als zuvor. An den Beinen spickt eventuell der ein oder andere Besenreißer, wenn nicht sogar eine Krampfader, hervor.

Nun kann man sich entscheiden, ob man viel Zeit und eventuell auch viel Geld investiert, um möglichst schnell wieder den Urzustand zu erreichen, indem man viel Fitness / Sport treibt oder es mit etwas weniger Fitness versucht und dafür häufiger die erste gemeinsame Zeit mit dem Baby verbringt. 
Früher oder später erhält man auf beide Art und Weisen annähernd seine Figur zurück. Was allerdings bleibt sind die Dehnungsstreifen. Es gibt es zwar diverse poetische Sprüche, die einen dazu bewegen sollen, den Zustand gut zu finden, wie z. B. #loveyourlines oder nach dem Motto „Schwangerschaftstreifen sind Linien, die die Babys von innen gemalt haben.“ Es klingt ja echt süß, nur ist und bleibt es so: Schwangerschaftstreifen sind doof und nicht wirklich schön. 

Dennoch darf man sich nicht entmutigen lassen: Jede Mutter hat über 9 Monate ein Kind unter ihrem Herzen getragen und kann stolz auf sich sein, diese Entscheidung getroffen und bis zum Ende durchgezogen zu haben. So handelt es sich oft jeweils um ein lachendes und ein weinendes Auge, wenn der Blick vom eigenen Spiegelbild zum fröhlich quietschenden Baby hinüber schweift .

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