Du bezeichnest dein 10 Monate altes Kind als schlechte Schläferin. War es von Anfang an so?

Ja, von Anfang an wurde „schlecht“ geschlafen. Die Wochen nach der Geburt wurde nur auf mir und meinem Mann geschlafen. Ablegen war nicht möglich. Tagsüber max. 30 Minuten am Stück, dann wach, dann stillen, dann wieder max. 30 Minuten Schlaf. Nachts kam sie alle 2 Std. (am Anfang ja auch völlig normal). Irgendwann war es dann möglich, sie in ihr Beistellbett zu legen. Später wurde gleich im Liegen gestillt, dann war es auch angenehmer. Mit dem Abendbrei wurde es wieder schlechter. Seitdem ist von 30 Minuten bis 4 Std. Schlaf alles drin. 

Wie äußerst sich das schlechte Schlafen?

Alle 30 Minuten bis 4 Std. wird aufgewacht, geweint. Nur durch Herausnehmen ist sie zu beruhigen, oft auch nur durch die Brust. Oft ist sie auch nachts 2 Std. am Stück wach. Während eines Schubes ist es immer am schlimmsten. Dann darf selbst der Papa das Zimmer nicht betreten, wenn sie wach wird. 
Allein einschlafen ist ihr nicht möglich. Sie probiert es seit etwa 2 Monaten immer wieder selbst (merkt man, wenn sie nachts neben einem liegt und sich immer wieder anders hinlegt, still da liegt, um dann wieder die Position zu ändern und abwartet) aber schafft es nicht. Wenn man sie in den Schlaf trägt, ist es oft so, dass sie kurz vorm Einschlafen anfängt zu weinen und sich aufregt. Auch im Kinderwagen schläft sie nur schwer ein. Die ersten 3 Monate nach der Geburt fast gar nicht. Mittlerweile aber immer häufiger. Ich habe sie viel im Tragetuch oder in der Trage getragen. Darin geht das Einschlafen deutlich schneller und ohne weinen. Nutze ich immer wieder gerne an schwierigen Tagen. 

Wie ist es tagsüber und nachts?

Tagsüber wird seit Geburt max. 45 Minuten am Stück geschlafen, allerdings seitdem sie 8 Monate ist auch mal etwas länger, z. B. Mittagsschlaf (60-90 Minuten).

Was hast du bereits unternommen?

Tragen in der Trage, singen, BabySound Apps, Myhummy, summen, erzählen, kuscheln, einfach hinlegen und raus gehen (ganz böser Fehler), mit Nachtlicht und ohne, ich weiß es schon gar nicht mehr alles…

Hast du eine Vermutung woran es liegen könnte?

Sie entwickelt sich sehr schnell, hat dadurch sehr viel zu verarbeiten. Dazu eine echt blöde Geburt. Sie ist ein Baby, was einfach sehr sehr viel Nähe braucht. Schläft zwischen Mama und Papa zum Beispiel deutlich ruhiger.


Du stillst ja noch. Hast du schon einmal über das Abstillen nachgedacht?

Ja natürlich. Mit Flasche aber keine Änderung, haben wir versucht. Auch wenn sie „vollgefressen“ ist am Abend keine Besserung. Am Hunger liegt es anscheinend nicht.


Wie geht es dir mit der Gesamtsituation?

Ich bin ziemlich fertig und müüüüüde. Oft bin ich sehr gereizt, genervt, habe keine Lust zu nix. 


Bist du durch das Schlafverhalten eingeschränkt?

Eigentlich nicht. Nicht schlafen kann sie ja überall 😉 Nein, im Ernst. Es schränkt hauptsächlich in der Nacht ein, weil man selbst viel zu wenig Schlaf bekommt. Oft nehmen wir sie mit in unser Bett, dort stille ich im Liegen. Wenn sie muckt, ziehe ich sie ran. Sie nuckelt meist nur kurz und trinkt nicht richtig und wir beide schlafen weiter. 

Hast du das Gefühl, dass ein Ende in Sicht ist?

Hm, Gefühl nicht richtig. Aber Hoffnung. Zwischen den Schüben schläft sie auch schonmal 3-4 Std. am Stück. 

Was wäre, wenn es sich nicht bessert?

Was soll man tun? Umtauschen geht ja schlecht 😉 Aber wenn ich wieder arbeiten gehe, wäre es schon sehr sehr hart für mich und meinen Mann. Denn dann muss er ran, wenn ich Nachtdienst habe. 


Vielen Dank für das Teilen Deiner Erfahrungen!

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