Es vergeht in den sozialen Netzwerken kein Tag ohne Diskussionen. Diskussionen über Gewicht, Gesundheit, Aussehen, Fähigkeiten, Gesinnung… einfach über jeden Pups. 

Gerade rund um das Thema Familie / Kinder läuft das Fass täglich mehrfach über. Es wird gefaucht, gekratzt, gebissen. Ja, die Diskussionen gleichen oftmals einem virtuellen Fight zwischen aufgebrachten Hühnern, die sich durch die „Anonymität“ des Internets in Sicherheit wissen (mal ganz davon abgesehen, dass wir unsere Seele und Daten schon dutzende Male verkauft haben)… Letztendlich geht es immer nur darum, besser und schlauer als die Andere zu sein.

Vor diesem Hintergrund wird z. B. täglich diskutiert, welche Art von Geburt wohl „besser“ sei bzw. welche Mutter den besseren „Job“ gemacht hat: Spontan oder Kaiserschnitt? Ist Kaiserschnitt eine richtige und vor allem gebührende Geburt? Und überhaupt… wer hat die Schmerzen besser weggesteckt? 

Ernsthaft?!

Ein Kind zu gebären ist großartig! Scheiß drauf, ob es daraus gekommen ist, wo es herein kam oder es anderweitig diesen großartigen, weiblichen Körper verlassen hat. Die dabei und danach empfundenen Schmerzen zu vergleichen oder zu behaupten, das eine wäre weniger schmerzhaft und easy going, ist absoluter Bullshit. Jeder bzw. jede empfindet psychischen und physischen Schmerz anders. 

Hört auf zu vergleichen!

Inzwischen weiß auch jede frisch gebackene Mutter, dass das Stillen das Beste für das Kind ist. Es gibt aber genügend Gründe, die gegen das Stillen sprechen bzw. es verhindern. Sei es der Job, eine Depression, Ungeduld… Einige Frauen hatten es eventuell gar nicht vor, während andere dem Druck, es unbedingt zu wollen, nicht standhielten. Wie es auch sei: Auch Flaschenkinder sind lebensfähig! Sie sind nicht unterernährt, dem Tode geweiht oder unglücklich. Sie sind genauso toll wie gestillte Kinder und die Mütter genauso fürsorglich, wie stillende Mütter.

Das Highlight!

Dabei kann es sich nur um das Thema „Impfen“ handeln. Wer nicht im Besitz der magischen Glaskugel ist, um in die Zukunft zu schauen, hat also auch nicht die Befugnis zu behaupten, dass das Kind 1. bestimmt niemals ernsthaft erkrankt und somit nicht geimpft werden braucht und / oder 2., dass die Impfung bestimmt gut vertragen wird und es zu keinen Komplikationen kommt. Hier muss einfach jeder auf sein ganz persönliches Bauchgefühl horchen. Oder noch einfacher: Redet mit dem Arzt. 

Wir haben doch so viel gemeinsam 

Auch wenn die Meinungen so häufig auseinander gehen, sind wir uns doch ähnlicher, als wir annehmen: Das Wohlbefinden unserer Kinder steht an erster Stelle! Wie dieser Zustand erreicht wird, muss aber jeder selbst entscheiden. Über den Tellerrand zu schauen ist vollkommen ok, solange vom eigenen gegessen wird. Wer mag schon fremde Haare in der Suppe?! 

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2 Gedanken zu “Schluss mit dem Wettkampf

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