Mittlerweile geht unser Sohn schon einen Monat vormittags zur Tagesmutter. Ich war anfangs sehr gespannt, wie er die Umstellung meistert. Schnell stellte die Tagesmutter während der Eingewöhnungszeit fest, dass er „die Trennung von der Mutter“ gut verkraftet, sodass ich nur 2 Tage stundenweise dabei sein brauchte. Einerseits machte mich seine „Gleichgültigkeit“ etwas traurig, aber andererseits machte es mich stolz, dass ich einen so unkomplizierten Jungen habe.

Nun hat mich der Alltag also wieder. Ein komisches und ungewohntes Gefühl ist es. Ich habe mir viel vorgenommen, wie ich die kinderfreie Zeit nutzen möchte. Zuerst möchte ich die unangenehmen Dinge wie z. B. Fenster putzen und den alljährlichen Lohnsteuerjahresausgleich erledigen. Anderseits musste ich bisher feststellen, dass durch den vielen Kleinkram im Haushalt oder Einkäufe, die 4 Stunden am Vormittag schnell vorbei sind und man nicht so viel schafft, wie geplant. Total verrückt… 4 Stunden… Das ist eine halbe Ewigkeit! 

Es fühlt sich derzeit ohnehin nach Umbruch an. In wenigen Tagen wird unser Sohn bereits ein Jahr alt. Die letzten Wochen hat er solch große Entwicklungssprünge gemacht. Er wirkt schon so „groß“. Das erste Jahr ist sooo schnell vergangen. Zu schnell. Während all das babyhafte verschwunden ist, grinst ein mittlerweile frecher, teilbezahnter Junge einen Tag für Tag an, flitzt mit dem Lauflernwagen durch das Haus und lässt das Mutterherz höher schlagen. 

Es wird noch eine Zeitlang dauern, bis ich mich an den neuen Umstand gewöhnt habe. Das Zauberwort lautet vermutlich „Loslassen“…

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Ein Gedanke zu “Wenn das Baby aus dem Haus ist

  1. Liebe Stefanie,

    was du hier beschreibst, kenne ich nur zu gut. Da kümmert man sich um das Kind, lässt es nie aus den Augen und muss es letztendlich doch einmal zur Tagesmutter/ Babysitterin/ Kita geben. Und was passiert? Sonst so anhänglich verläuft alles fast wie am Schnürchen – kein Murren oder sonstiges. Das tut im ersten Moment weh, sollte dich aber auf längere Sicht eher freuen. Wie es aber eben so ist, wir Eltern wachsen und lernen eben auch erst mit unseren Kindern.

    Liebe Grüße,
    Monika

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